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Gioconda’s daily blog.

Primer Poema de 2017 deseándoles Feliz Año

PROPÓSITO DE AÑO NUEVO

 

Nace el año reclamando el retorno a mi ser.

Que regresen las profundas palabras

las lecturas, los milagros perpetuos

Dejar fuera de mí lo efímero, las fotos divertidas

las noticias insólitas.

Mi vida desprevenida se ha llenado de ruido

La soledad ya no encuentra la quietud de los amplios salones

La gozosa ceremonia de bienvenida

Ahora hay que buscarla como dama extraviada

Alzar fosos para preservarla del asedio.

La moderna invasión de cuanto minuto sobra

ha tornado la vida en vorágine, percepciones, fuegos fatuos, rostros

como huellas leves en las multitudes, las ferias, las lecturas.

Se conversa con apuro, en paréntesis, antes de volver a la noticia, al texto,

al comentario, al “me gusta” -iluso placer del pobre cerebro abotagado-

Nos han puesto en las manos la fascinación de los laberintos,

abiertos túneles de viento por donde el tiempo escapa veloz

sin que apenas oigamos el sonido de la tarde o el día idos para siempre.

Yo quiero este año que nace, recordar que una mañana es irremplazable

No habrá jamás otra mañana con la fecha precisa de ÉSTA.

Tantas opciones pero las manos se inquietan,

encienden las pantallas. Se pierde entonces el instante del que emergería

la solución de los acertijos. Eso y mucho más se pierde.

Prometo caminar más este año. Caminar sin música, sin audífonos, sin escuchar libros.

Empeñarme en la plática con el viento, con mis recuerdos, con los retazos de

conversaciones que quedaron reverberando, recordaré lo que hablé con los amigos.

La insondable particularidad de los hijos. El jolgorio de los nietos.

Revisaré la biblioteca, la fonoteca, la videoteca de mi mente, sus secretos y

proyectos. Dosificaré las redes, las aplicaciones, el celular

Retornaré al silencio, las sombras de la cueva,

a la densidad de la sangre

al subterráneo con los baúles incitantes

Me esconderé con el tiempo

Le peinaré las canas

Los aspiraré como perfume

Lo mimaré para que no se disipe

para gozarlo y desdoblarle cada pliegue

para gozarme y retornar al asombro

al íntimo espacio donde quietos flotan

planetas sin explorar,

constelaciones.

 

Belli

7 Enero, 2017

 

 

"En un momento puede cambiarle a uno la vida"

“En un momento puede cambiarle a uno la vida”

Ratschläge für die starke Frau

Wenn du eine starke Frau bist

dann schütz dich vor dem Ungeziefer,

das dein Herz auffressen will.

Dazu nutzt es alle Masken der Karnevale dieser Welt,

verkleidet  sich als Schuldgefühl, als besondere Gelegenheit,

als Preis, den man zu zahlen hat.

Es pflügt dir deine Seele um, senkt seine bohrenden Blicke und sein Jammern

bis auf den tiefsten Grund des Magmas deines Seins

nicht etwa, um sich an deinem Feuer zu erfreuen,

sondern um die Leidenschaft zu löschen

die Weisheit deiner Phantasie.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann musst du wissen, dass die Luft, die dich nährt

auch Parasiten bringt, Schmeißfliegen

kleine Insekten, die sich in deinem Blut breit machen wollen

Sich an allem mästen wollen, was an dir fest und groß ist.

 

Verlern das Mitleid nicht, doch hüte dich vor jedem,

der dir das Wort verbieten will, das, was du bist, verstecken will,

dich weich werden lassen will

dir das Himmelreich auf Erden verspricht

wenn du nur ein braves Lächeln sehen lässt.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann mach dich auf die Schlacht gefasst:

Lerne, allein zu sein

furchtlos in tiefster Dunkelheit zu schlafen

dass niemand dir rettende Seile zuwirft, wenn das Gewitter tobt

gegen den Strom zu schwimmen.

 

Übe dich in der Kunst der Reflektion, des Intellekts.

Lies, sei zärtlich zu dir selbst, bau dir dein Schloss

umgib es mit tiefen Gräben

doch lass ihm auch breite Fenster und Türen.

 

Es ist auch nötig, dass du tiefe Freundschaft pflegst

dass die, die dich umgeben und dich lieben, wissen, wer du bist

dass du einen Ring wärmender Feuer um dich bildest und mitten in deinem Zimmer

immer ein Ofen brennt, der deine Träume weiter glühen lässt.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann schütze dich mit Worten und mit Bäumen

und rufe die Erinnerung der Frauen uralter Zeiten an.

 

Du musst dir klar darüber sein, dass du ein Magnetfeld bist

zu dem hin alle rostigen Nägel fliegen werden

der tödliche Rost aller Schiffsuntergänge

Beschütze, doch beschütz dich zuerst selbst

Bleib auf Distanz.

Bau dich selbst auf. Nimm dich in Acht.

Sei dir deiner Macht bewusst.

Verteidige sie.

Tu dies für dich.

Ich bitte dich darum als Frau

im Namen von uns allen.

 

 

Gioconda’s Statement on her German tour (German translation)

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Guten Abend, liebe Freundinnen und Freunde.

Mein neuer Roman, Mondhitze, der gerade in Deutschland im Droemer Verlag erschienen ist, fängt mit folgendem Satz an: ” Von einem Moment zum anderen kann sich das Leben verändern.“

Ich denke, diese Behauptung, die ich auch erfahren habe, ist momentan in Deutschland sehr aktuell. In den letzten Monaten habt ihr die Ankunft von über einer Million arabischer, afghanischer und afrikanischer Flüchtlingen erlebt.
Während andere Länder ihre Grenzen gegen diese durch Kriege und Tragödien in ihren Ländern zur Flucht und zur Verbannung  gezwungenen Menschenflut abschotten, habt ihr sie aufgenommen.

Die Entscheidung dies zuzulassen, von einer Frau getroffen, Angela Merkel, ist womöglich eine der größten Gesten der Solidarität auf der Welt in den letzten Jahrzehnten – und eine der größten Aufgaben für Europa.

Berücksichtigt man die Zeit und die Kosten der Wiedervereinigung, dann hat diese Öffnung und diese Großzügigkeit eine noch größere Bedeutung.

Ich bin schon immer der Überzeugung, dass die Frauen, Schritt für Schritt, ihre Fähigkeit, die Politik zu verweiblichen, unter Beweis stellen und den Schutz des Lebens und den Humanismus  als Prioritäten der Macht etablieren würden.

Die Kanzlerin Merkel ist vielleicht nicht perfekt…aber in diesem Sinne ist ihre Politik für mich bewundernswert. Das Wichtigste ihrer Handlungen entstammt, meiner Meinung nach, weniger einer persönlichen Reflexion als eher einem enormen Vertrauen in das Herz und die Großzügigkeit des deutschen Volkes. Man kann nicht von jedem x-beliebigen Land verlangen über eine Million Menschen aufzunehmen, mit so andersartigen Biographien, religiösen Prägungen, Gewohnheiten.

Diese Öffnung spiegelt besser als alles andere, dass das Deutschland von heute nicht das Deutschland von gestern ist; dass ihr eine neue Generation bildet, die aus eigener schmerzhafter Erfahrung gelernt hat, die Wichtigkeit der Inklusion, der Gleichheit und der Geschwisterlichkeit zwischen den  Menschen zu schätzen.

Diese enorme und bewundernswerte Solidarität erinnert mich an die von mir selbst erlebte Solidarität von so vielen Deutschen mit meinem Land, sowohl im Kampf gegen die Diktatur, die 45 Jahre lang mein Land unterdrückte und ausraubte, wie auch in den Jahren der sandinistischen Revolution. Tausende von jungen Deutschen kämpften für die Freiheit meines Landes, indem sie spendeten oder Spenden sammelten, indem sie Seite an Seite mit den Bauern schufteten, indem sie Kranke heilten. Obwohl die Revolution nicht alle erwarteten Früchte hervorbrachte, hat Nicaragua große Schritte unternommen. Wir werden nie die Solidarität des deutschen Volkes vergessen!

In einer Szene meines neuen Romans hilft die Protagonistin, eine Malaria-Epidemie in einem kleinen Viertel Managuas zu bekämpfen. Der junge Schreiner, mit dem sie eine Liebesbeziehung anfängt, liest ihr ein Fragment eines Buches von Amos Oz vor, das den Titel trägt:

” Wie man einen Fanatiker heilt”

Oz sagt: “Ich glaube, dass, jemand der eine große Katastrophe, sagen wir mal: eine Explosion, ein Feuer, anschaut immer 3 Optionen hat.

  1. Fliehen, soweit und so schnell wie nur möglich
  2. Verlangen, dass die Verantwortlichen ihre Posten verlieren
  3. Einen Eimer in die Hand nehmen und Wasser in´s Feuer gießen und wenn es keinen Eimer gibt dann eben einen Löffel und wenn es keinen Löffel gibt dann halt ein Löffelchen… Alle haben Löffel oder Löffelchen. Egal wie groß das Feuer ist, wir sind Millionen und jeder von uns, der ein Löffelchen besitzt kann es benutzen, um das Feuer zu löschen.

 

Oz fährt fort und sagt, er würde gerne  den „Orden des Löffelchens“ gründen: “Die Menschen, die meine Haltung teilen, nicht zu fliehen oder die Verantwortung den anderen in die Schuhe zu schieben, sollten ein Löffelchen auf der Brust tragen, die sie als Mitglieder des Ordens des Löffelchen identifiziert und die allen anderen ermöglicht, sich gegenseitig zu erkennen, derselben Bewegung zuzugehören, die etwas tut, um die Feuer dieser Welt zu löschen.

 

Viele unter euch tragen solch ein Löffelchen und ich bin überzeugt, dass eure Solidarität und Überzeugung viel stärker sein wird als die Ängste derjenigen, die diesen solidarischen Impuls nicht spüren und als die Gewalt derjenigen, die lieber Deutschland in sich selbst einschließen wollen, indem sie mit Worten und Steinen, diejenigen die Schutz suchen, angreifen.

 

Wir leben in einer Welt, in der Lösungen Not tun. Deutschland kann, mit Intelligenz, Großzügigkeit und Liebe, das Konzept der Solidarität revolutionieren und das wie bereits geschehen, mit Nächstenliebe, mit Zuwendungen, hin zur Integration, zu einer wahrhaftigen Umarmung.

Eine Methode zu entwickeln, diese Integration möglich und aus Flüchtlingen Bürger anstatt marginalisierte Bevölkerungsmassen zu machen, wird viel Zeit brauchen aber sie könnte das größte Geschenk Deutschlands für die Welt sein.

Die Welt ist seit Jahrhunderten reicher und vielfältiger geworden durch die Einflüsse von Menschen anderer Kulturen.

Ich glaube, in diesen Momenten ist es wichtig, keine Angst zu haben und den eigenen Werten zu vertrauen und nicht zu zögern, die Köpfe und die Herzen in erster Linie der Frauen und Kinder der Flüchtlinge zu gewinnen, damit sie die traditionelle Härte der Männer aufbrechen können.

Mit Bescheidenheit will ich euch Mut geben für diese Aufgabe. Die Welt braucht neue Werte, neue Beispiele der Liebe und Solidarität. Als Weltbürgerin wünsche ich euch, dass diese Krise sich in eine Chance verwandelt, nämlich die Chance, vieles was alt und morsch auf diesem Planeten ist zu verändern.

 

Wie ich in einem meiner Gedichte schreibe: ich bitte euch darum im Namen von uns allen!

 

 

En Managua, en este enlace, E-Books de las novelas de Gioconda

rhttp://www.ebooks-literato.com.ni/search.aspx?k=GIOCONDA+BELLI&SearchBy=Contributor

ANECDOTARIO 6 de Marzo, 2015

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Hay diferentes maneras de celebrar el 8 de Marzo, pero soy de la opinión que una celebración imprescindible debe ser la que uno se hace a sí misma. Yo me celebré yendo a un panel sobre el libro de Marcela Lagarde, la gran femiinista mexicana. El libro se llama El Feminismo en mi vida. Después de un largo preámbulo, hecho con mucho cariño por Ana Quirós, Roxana Volio y Lea Guido, que podría y la próxima vez tendría que ser una conversación con Marcela, ella hizo uso de la palabra y narró con su estilo desenfadado pero exacto cómo fue que armó el libro y escogió su contenido. Contó anécdotas e historias de su vida y entre historia e historia fue dejando caer reflexiones, conclusiones, su manera de ver el mundo y las mujeres dentro de éste. Las mujeres en el escenario con Marcela -todas ellas- demostraron en su entusiasta acompañamiento, si no una medida del tiempo, sí lo que significa la “sororidad”, es decir el vínculo de colaboración y respeto entre mujeres.

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Del panel de Marcela me fui a darme otro regalo: el concierto de cinco mujeres en la Casa de los Mejía Godoy. Eran cinco maravillas:
Katia, Vivian, Elsa, Lya y Cristyana. Cada una cantó cuatro canciones o más, turnándose y haciendo música también con las demás que, como coro o en dueto, acompañaban a la solista. El resultado fue espectacular. Cada una tiene su estilo personal, su voz original pero entre todas ninguna intentó “robarse el show” Cantaron, hicieron un difícil ensemble de voces, de canciones, con humor y dulzura y fuerza. Nos entretuvieron, nos emocionaron, nos impresionaron. La Casa de los Mejía estaba llena hasta más no poder.y creo que todas las mujeres nos sentimos orgullosas de la altura del show de nuestras artistas, pero sobre todo de su obvia amistad y mutuo cariño. Esos que dicen que las mujeres somos las peores enemigas de las mujeres están y han estado muy equivocados. Habrá sus casos, pero no es la tónica general. Que tengan un feliz 8 de Marzo, y a seguir inventando el mundo posible donde triunfe el felicismo.