"En un momento puede cambiarle a uno la vida"

“En un momento puede cambiarle a uno la vida”

Ratschläge für die starke Frau

Wenn du eine starke Frau bist

dann schütz dich vor dem Ungeziefer,

das dein Herz auffressen will.

Dazu nutzt es alle Masken der Karnevale dieser Welt,

verkleidet  sich als Schuldgefühl, als besondere Gelegenheit,

als Preis, den man zu zahlen hat.

Es pflügt dir deine Seele um, senkt seine bohrenden Blicke und sein Jammern

bis auf den tiefsten Grund des Magmas deines Seins

nicht etwa, um sich an deinem Feuer zu erfreuen,

sondern um die Leidenschaft zu löschen

die Weisheit deiner Phantasie.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann musst du wissen, dass die Luft, die dich nährt

auch Parasiten bringt, Schmeißfliegen

kleine Insekten, die sich in deinem Blut breit machen wollen

Sich an allem mästen wollen, was an dir fest und groß ist.

 

Verlern das Mitleid nicht, doch hüte dich vor jedem,

der dir das Wort verbieten will, das, was du bist, verstecken will,

dich weich werden lassen will

dir das Himmelreich auf Erden verspricht

wenn du nur ein braves Lächeln sehen lässt.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann mach dich auf die Schlacht gefasst:

Lerne, allein zu sein

furchtlos in tiefster Dunkelheit zu schlafen

dass niemand dir rettende Seile zuwirft, wenn das Gewitter tobt

gegen den Strom zu schwimmen.

 

Übe dich in der Kunst der Reflektion, des Intellekts.

Lies, sei zärtlich zu dir selbst, bau dir dein Schloss

umgib es mit tiefen Gräben

doch lass ihm auch breite Fenster und Türen.

 

Es ist auch nötig, dass du tiefe Freundschaft pflegst

dass die, die dich umgeben und dich lieben, wissen, wer du bist

dass du einen Ring wärmender Feuer um dich bildest und mitten in deinem Zimmer

immer ein Ofen brennt, der deine Träume weiter glühen lässt.

 

Wenn du eine starke Frau bist

dann schütze dich mit Worten und mit Bäumen

und rufe die Erinnerung der Frauen uralter Zeiten an.

 

Du musst dir klar darüber sein, dass du ein Magnetfeld bist

zu dem hin alle rostigen Nägel fliegen werden

der tödliche Rost aller Schiffsuntergänge

Beschütze, doch beschütz dich zuerst selbst

Bleib auf Distanz.

Bau dich selbst auf. Nimm dich in Acht.

Sei dir deiner Macht bewusst.

Verteidige sie.

Tu dies für dich.

Ich bitte dich darum als Frau

im Namen von uns allen.

 

 

Gioconda’s Statement on her German tour (German translation)

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Guten Abend, liebe Freundinnen und Freunde.

Mein neuer Roman, Mondhitze, der gerade in Deutschland im Droemer Verlag erschienen ist, fängt mit folgendem Satz an: ” Von einem Moment zum anderen kann sich das Leben verändern.“

Ich denke, diese Behauptung, die ich auch erfahren habe, ist momentan in Deutschland sehr aktuell. In den letzten Monaten habt ihr die Ankunft von über einer Million arabischer, afghanischer und afrikanischer Flüchtlingen erlebt.
Während andere Länder ihre Grenzen gegen diese durch Kriege und Tragödien in ihren Ländern zur Flucht und zur Verbannung  gezwungenen Menschenflut abschotten, habt ihr sie aufgenommen.

Die Entscheidung dies zuzulassen, von einer Frau getroffen, Angela Merkel, ist womöglich eine der größten Gesten der Solidarität auf der Welt in den letzten Jahrzehnten – und eine der größten Aufgaben für Europa.

Berücksichtigt man die Zeit und die Kosten der Wiedervereinigung, dann hat diese Öffnung und diese Großzügigkeit eine noch größere Bedeutung.

Ich bin schon immer der Überzeugung, dass die Frauen, Schritt für Schritt, ihre Fähigkeit, die Politik zu verweiblichen, unter Beweis stellen und den Schutz des Lebens und den Humanismus  als Prioritäten der Macht etablieren würden.

Die Kanzlerin Merkel ist vielleicht nicht perfekt…aber in diesem Sinne ist ihre Politik für mich bewundernswert. Das Wichtigste ihrer Handlungen entstammt, meiner Meinung nach, weniger einer persönlichen Reflexion als eher einem enormen Vertrauen in das Herz und die Großzügigkeit des deutschen Volkes. Man kann nicht von jedem x-beliebigen Land verlangen über eine Million Menschen aufzunehmen, mit so andersartigen Biographien, religiösen Prägungen, Gewohnheiten.

Diese Öffnung spiegelt besser als alles andere, dass das Deutschland von heute nicht das Deutschland von gestern ist; dass ihr eine neue Generation bildet, die aus eigener schmerzhafter Erfahrung gelernt hat, die Wichtigkeit der Inklusion, der Gleichheit und der Geschwisterlichkeit zwischen den  Menschen zu schätzen.

Diese enorme und bewundernswerte Solidarität erinnert mich an die von mir selbst erlebte Solidarität von so vielen Deutschen mit meinem Land, sowohl im Kampf gegen die Diktatur, die 45 Jahre lang mein Land unterdrückte und ausraubte, wie auch in den Jahren der sandinistischen Revolution. Tausende von jungen Deutschen kämpften für die Freiheit meines Landes, indem sie spendeten oder Spenden sammelten, indem sie Seite an Seite mit den Bauern schufteten, indem sie Kranke heilten. Obwohl die Revolution nicht alle erwarteten Früchte hervorbrachte, hat Nicaragua große Schritte unternommen. Wir werden nie die Solidarität des deutschen Volkes vergessen!

In einer Szene meines neuen Romans hilft die Protagonistin, eine Malaria-Epidemie in einem kleinen Viertel Managuas zu bekämpfen. Der junge Schreiner, mit dem sie eine Liebesbeziehung anfängt, liest ihr ein Fragment eines Buches von Amos Oz vor, das den Titel trägt:

” Wie man einen Fanatiker heilt”

Oz sagt: “Ich glaube, dass, jemand der eine große Katastrophe, sagen wir mal: eine Explosion, ein Feuer, anschaut immer 3 Optionen hat.

  1. Fliehen, soweit und so schnell wie nur möglich
  2. Verlangen, dass die Verantwortlichen ihre Posten verlieren
  3. Einen Eimer in die Hand nehmen und Wasser in´s Feuer gießen und wenn es keinen Eimer gibt dann eben einen Löffel und wenn es keinen Löffel gibt dann halt ein Löffelchen… Alle haben Löffel oder Löffelchen. Egal wie groß das Feuer ist, wir sind Millionen und jeder von uns, der ein Löffelchen besitzt kann es benutzen, um das Feuer zu löschen.

 

Oz fährt fort und sagt, er würde gerne  den „Orden des Löffelchens“ gründen: “Die Menschen, die meine Haltung teilen, nicht zu fliehen oder die Verantwortung den anderen in die Schuhe zu schieben, sollten ein Löffelchen auf der Brust tragen, die sie als Mitglieder des Ordens des Löffelchen identifiziert und die allen anderen ermöglicht, sich gegenseitig zu erkennen, derselben Bewegung zuzugehören, die etwas tut, um die Feuer dieser Welt zu löschen.

 

Viele unter euch tragen solch ein Löffelchen und ich bin überzeugt, dass eure Solidarität und Überzeugung viel stärker sein wird als die Ängste derjenigen, die diesen solidarischen Impuls nicht spüren und als die Gewalt derjenigen, die lieber Deutschland in sich selbst einschließen wollen, indem sie mit Worten und Steinen, diejenigen die Schutz suchen, angreifen.

 

Wir leben in einer Welt, in der Lösungen Not tun. Deutschland kann, mit Intelligenz, Großzügigkeit und Liebe, das Konzept der Solidarität revolutionieren und das wie bereits geschehen, mit Nächstenliebe, mit Zuwendungen, hin zur Integration, zu einer wahrhaftigen Umarmung.

Eine Methode zu entwickeln, diese Integration möglich und aus Flüchtlingen Bürger anstatt marginalisierte Bevölkerungsmassen zu machen, wird viel Zeit brauchen aber sie könnte das größte Geschenk Deutschlands für die Welt sein.

Die Welt ist seit Jahrhunderten reicher und vielfältiger geworden durch die Einflüsse von Menschen anderer Kulturen.

Ich glaube, in diesen Momenten ist es wichtig, keine Angst zu haben und den eigenen Werten zu vertrauen und nicht zu zögern, die Köpfe und die Herzen in erster Linie der Frauen und Kinder der Flüchtlinge zu gewinnen, damit sie die traditionelle Härte der Männer aufbrechen können.

Mit Bescheidenheit will ich euch Mut geben für diese Aufgabe. Die Welt braucht neue Werte, neue Beispiele der Liebe und Solidarität. Als Weltbürgerin wünsche ich euch, dass diese Krise sich in eine Chance verwandelt, nämlich die Chance, vieles was alt und morsch auf diesem Planeten ist zu verändern.

 

Wie ich in einem meiner Gedichte schreibe: ich bitte euch darum im Namen von uns allen!

 

 

Gioconda Belli inicia gira por Alemania y Austria.

Los detalles de mi tour para quienes viven en Alemania. Los esperamos. No se pierdan la música hermosa del Duo Sal y la lectura de poemas y textos de la novela: El Intenso Calor de la Luna, leídos en español y alemán.

Die Einzelheiten meiner Tour für diejenigen, die in Deutschland leben . Wir warten. Die intensive Mondhitze, lesen Sie in Spanisch und Deutsch : die schöne Musik von Duo Salz und das Lesen von Gedichten und Texten des Romans nicht verloren gehen.

Gioconda Belli presentará su más reciente novela-001

Los invito a acompañarnos en el XII Festival Internacional de Poesía de Granada. Aquí mi participación en el programa Esta Noche del jueves 11 de Febrero 2016, entrevistada por Carlos Salinas Maldonado

Gioconda Belli habla del XII Festival Internacional de Poesía de Granada

Una ruta hacia la conciencia feminista: la poesía de Gioconda Belli

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Una ruta hacia la conciencia feminista: la poesía de Gioconda Belli
Sofía Kearns
Furman University

 

En un lapso de 28 años, desde los poemas de amor adolescente llenos de sentimentalismo de Sobre la grama, (1970), hasta los de madurez de Apogeo, (1998), la poesía de Gioconda Belli permite ver una identidad femenina en su proceso de concientización feminista, que lucha por inscribirse como sujeto social y discursivo dentro de contextos claramente patriarcales.Ya varios críticos han analizado desde diversos ángulos la negociación que Belli ha hecho con la tradición patriarcal, especialmente con respecto a la imagen femenina, y a su relación con lo político. Greg Dawes y Jill E. Albada-Jelgersma, por ejemplo, han explorado la tensión que su discurso poético muestra entre la expresión de la subjetividad y la fidelidad al ideario revolucionario. Elena Grau-Lleveria demuestra cómo la aproximación al erotismo, elemento fundamental de la poética de Belli, es al mismo tiempo parte de la tradición y una alteración de la misma. Similarmente, Pilar Moyano observa que Belli negocia con imágenes y mitos tradicionales sobre la feminidad y la nación, no destruyéndolos o rechazándolos del todo, pero sí alterándolos y corrigiéndolos. Con este ensayo me propongo añadir una perspectiva más sobre esta tensión entre lo tradicional y lo nuevo en cuanto a la identidad femenina y su auto-inscripción textual y social, latente en toda la obra poética de Belli, siendo mi ventaja sobre las discusiones anteriores, con excepción de la de Grau-Lleveria, que mi análisis incluye la totalidad de la poesía de Belli hasta ahora publicada. De gran importancia para este estudio son las auto-definiciones contradictorias, aparentes y reales, del yo poético de Belli, a partir de las cuales pretendo seguir su proceso de concientización feminista.

 

Resulta muy útil como herramienta para este análisis el concepto “Mujer,” escrito con mayúscula y en singular, término de Sally Robinson, que define aquella “figura discursiva construida y movilizada de acuerdo con el deseo masculino, …esa noción metafísica y esencialista [de lo femenino] que ha sido continuamente producida por discursos y prácticas sociales hegemónicas” (Robinson 11).(1) En el contexto latinoamericano es el “eterno femenino” del que escribiera Rosario Castellanos, ese ideal imposible proveniente de la tradición judeo-cristiana impuesto a las mujeres. Al analizar la producción poética de Belli en su totalidad a partir del concepto “Mujer” se podrá constatar mejor su negociación con la tradición y su progresión hacia el pensamiento feminista.

 

La imagen monolítica “Mujer” se ha reproducido muchas veces en la literatura mundial y latinoamericana tanto masculina como femenina. Dentro de la literatura masculina, en particular, la imagen femenina ha aparecido, desde la misma poesía amorosa de Petrarca, como instrumento para la autodefinición del yo masculino. (2) Desde la patrística teológica, hasta autores clásicos como Henry James, Robert Musil y Marcel Proust, se ha representado lo femenino asociado al inconsciente, con la sexualidad, con lo pasivo, lo irracional y “lo otro” (Appignamesi 6-13). Dentro del contexto latinoamericano, no tenemos que rebuscar más allá de dos de los grandes poetas, José Asunción Silva o Pablo Neruda, para encontrar esta misma característica. En su producción poética, la mujer es el objeto del deseo y carece de una voz propia. (3) Así mismo, dentro del surrealismo, movimiento artístico de gran influencia en la literatura latinoamericana del siglo XX, Bethany Ladimer observó esta misma representación de la mujer, asociándola aún con la locura misma.

 

Ahora bien, nos preguntamos cómo se han auto-representado las mujeres dentro de esta tradición. Obviamente con dificultades, porque sus opciones han sido pocas: o emular la identidad femenina literaria heredada, o comenzar a cambiar las pautas tradicionales. Lo interesante es ver cómo las escritoras han negociado con la tradición, con frecuencia desafiando los modelos impuestos sobre su propia identidad, pero al mismo tiempo también amoldándose a ellos. Así por ejemplo es el caso de Delmira Agustini, quien se inscribió como sujeto del deseo erótico en muchos de sus poemas, aunque en muchos otros también se puso al nivel de objeto del deseo masculino, brindando su cuerpo para la inmolación. Alfonsina Storni, por otra parte, mostró la rebeldía feminista más abiertamente, dirigiéndose directamente al sujeto masculino y cuestionando sus tácticas. Sus logros fueron muchos pero no encontró ella puertas de salida a la encrucijada femenina. Su respuesta fue la auto-enajenación. Aún poetas más contemporáneas como la colombiana María Mercedes Carranza, por ejemplo, escribía en los setenta y ochenta del conflicto al confrontar las expectativas sociales femeninas de la sonrisa y la dulzura con su ira interior. Su yo lírico representaba a una mujer que rechazaba modelos femeninos tradicionales pero que todavía no había encontrado otros nuevos. Quizás por eso una de sus estrategias poéticas principales fuera la auto-ironía.

 

Por favor continuar leyendo en el siguiente link: http://www.lehman.cuny.edu/ciberletras/v09/kearns.html